Lesemänner_de private homepage .Dunkelblum
Eva
Menasse
Buch-Nr. 150
Besprechung am 24.02.22
Buchtitel Dunkelblum
Autor Eva Menasse
Erscheinungsjahr
August
2021, 528 Seiten
Verlag,
ISBN
Kiepenheuer&Witsch,
978-3-462-04790-5
Romankategorie/Inhalt
Umgang mit der Nazivergangenheit in einer österreichischen Kleinstadt
Was
war gut Komplexe Darstellung der
Stadtbewohner und ihren "dunklen Seiten" unter Einbindung des österreichischen
Dialektes.
was war schlecht
BLK,
BLK-Rang 9,8 10/150
Beschreibung
Jeder schweigt von etwas anderem.
Auf den ersten Blick ist Dunkelblum eine Kleinstadt
wie jede andere. Doch hinter der Fassade der österreichischen Gemeinde verbirgt
sich die Geschichte eines furchtbaren Verbrechens. Ihr Wissen um das Ereignis
verbindet die älteren Dunkelblumer seit Jahrzehnten – genauso wie ihr Schweigen
über Tat und Täter. In den Spätsommertagen des Jahres 1989, während hinter der
nahegelegenen Grenze zu Ungarn bereits Hunderte DDR-Flüchtlinge warten, trifft
ein rätselhafter Besucher in der Stadt ein. Da geraten die Dinge plötzlich in
Bewegung: Auf einer Wiese am Stadtrand wird ein Skelett ausgegraben und eine
junge Frau verschwindet. Wie in einem Spuk tauchen Spuren des alten Verbrechens
auf – und konfrontieren die Dunkelblumer mit einer Vergangenheit, die sie
längst für erledigt hielten. In ihrem neuen Roman entwirft Eva Menasse ein
großes Geschichtspanorama am Beispiel einer kleinen Stadt, die immer wieder zum
Schauplatz der Weltpolitik wird, und erzählt vom Umgang der Bewohner mit einer
historischen Schuld. »Dunkelblum« ist ein schaurig-komisches Epos über die
Wunden in der Landschaft und den Seelen der Menschen, die, anders als die
Erinnerung, nicht vergehen.
»Die ganze Wahrheit wird, wie der Name schon sagt, von
allen Beteiligten gemeinsam gewusst. Deshalb kriegt man sie nachher nie mehr
richtig zusammen. Denn von jenen, die ein Stück von ihr besessen haben, sind
dann immer gleich ein paar schon tot. Oder sie lügen, oder sie haben ein
schlechtes Gedächtnis.«
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