Lesemänner_de private homepage Die Marschallin
Zora
del Buono
Buch-Nr. 145
Besprechung am 13.07.2021
Buchtitel Die Marschallin
Autor Zora del Buono
Erscheinungsjahr
Juli 2020, 382
Seiten
Verlag, ISBN C.H. Beck, 978-3-406-75482-1
Romankategorie/Inhalt Familienroman vor dem Hintergrund
der politischen Entwicklung im Adriaraum im 1. und 2. Weltkrieg.
Was
war gut Überzeugende Darstellung der
Protagonistin und der Beziehungen der Menschen untereinander. Schöne Sprache.
was war schlecht Wir haben nichts wirklich schlechtes gesehen
BLK,
BLK-Rang 8,6
30/145
Kritik:
Beschreibung
Zora del Buono hat von ihrer Großmutter nicht
nur den Vornamen geerbt, sondern auch ein Familienverhängnis, denn die alte
Zora war in einen Raubmord verwickelt. Diese Geschichte und ihre Folgen bis
heute erzählt dieser große Familienroman.
Die Slowenin Zora lernt ihren späteren Ehemann,
den Radiologieprofessor Pietro Del Buono, am Ende des Ersten Weltkriegs kennen.
Sie folgt ihm nach Bari in Süditalien, wo sie, beide überzeugte Kommunisten,
ein großbürgerliches und doch politisch engagiertes Leben im Widerstand gegen
den Faschismus Mussolinis führen. Zora ist herrisch, eindrucksvoll,
temperamentvoll und begabt, eine Bewunderin Josip Broz Titos, dem sie Waffen zu
liefern versucht und dem ihr Mann das Leben rettet. Sie will mehr sein, als sie
kann, und drückt doch allen in ihrer Umgebung ihren Stempel auf. Ihr Leben und
das Leben ihrer Familie, ihrer Kinder und Enkelkinder, vollziehen sich in einer
Zeit der Kriege und der Gewalt, erbitterter territorialer und ideologischer
Kämpfe, die unsere Welt bis heute prägen. In einem grandiosen Schlussmonolog
erzählt die alte Zora Del Buono ihre Geschichte zu Ende, eine Geschichte der
Liebe, der Kämpfe, des Hasses und des Verrats. «Die Marschallin» ist ein
farbiger, lebenspraller Roman über eine unvergessliche Frau und ein tragisches
Familienschicksal.
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