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Lutz Seiler
Buch-Nr. 136
Besprechung am 10.06.2020
Buchtitel Stern111
Autor Lutz Seiler
Erscheinungsjahr 2020, 528 Seiten
Verlag Suhrkamp
ISBN 978-3-518-42925-9
Romankategorie/Inhalt Entwicklungsroman
in der Wendezeit 89/90
Was
war gut sprachgewaltig und
einfühlsam, guter Spannungsbogen
was war schlecht
BLK,
BLK-Rang 10,4 5/136
Originaltitel
Übersetzerin
Klappentext
Zwei Tage nach dem Fall der Mauer verlassen Inge und Walter Bischoff ihr
altes Leben – die Wohnung, den Garten, ihre Arbeit und das Land. Ihre Reise
führt die beiden Fünfzigjährigen weit hinaus: Über Notaufnahmelager und
Durchgangswohnheime folgen sie einem lange gehegten Traum, einem
»Lebensgeheimnis«, von dem selbst ihr Sohn Carl nichts weiß. Carl wiederum, der
den Auftrag verweigert, das elterliche Erbe zu übernehmen, flieht nach Berlin.
Er lebt auf der Straße, bis er in den Kreis des »klugen Rudels« aufgenommen
wird, einer Gruppe junger Frauen und Männer, die dunkle Geschäfte, einen
Guerillakampf um leerstehende Häuser und die Kellerkneipe Assel betreibt. Im
U-Boot der Assel schlingert Carl durch das archaische Chaos der Nachwendezeit,
immer in der Hoffnung, Effi wiederzusehen, »die einzige Frau, in die er je
verliebt gewesen war«.
Ein Panorama der ersten Nachwendejahre in Ost und West, ausgezeichnet mit
dem Preis der Leipziger Buchmesse: Nach dem prämierten Bestseller Kruso führt Lutz Seiler die Geschichte in zwei großen Erzählbögen fort – in
einem Roadtrip, der seine Bahn um den halben Erdball zieht, und in einem
Berlin-Roman, der uns die ersten Tage einer neuen Welt vor Augen führt. Und
ganz nebenbei wird die Geschichte einer Familie erzählt, die der Herbst 89
sprengt und die nun versuchen muss, neu zueinander zu finden.
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